Website für Handwerksbetriebe in Buchen, das gehört rein

Die meisten Handwerker-Websites in der Region scheitern nicht am Design. Sie scheitern daran, dass genau die Information fehlt, wegen der jemand die Seite überhaupt geöffnet hat: Machst du das, was ich brauche, kommst du zu mir raus, und wann?
Stattdessen steht dort ein Begrüßungstext über Tradition und Qualität, ein Stockfoto mit Bauhelm und eine Kontaktseite. Der Rest bleibt offen, also ruft der Kunde beim Nächsten an.
Diese Liste ist das, was wir bei einer Website für einen Handwerksbetrieb in Buchen und Umgebung tatsächlich einplanen. Nicht mehr, aber auch nichts davon weniger.
Website für Handwerker in Buchen: mit dem Einzugsgebiet anfangen
Der Kunde in Hettingen oder Bödigheim will als Erstes wissen, ob du überhaupt kommst. Wenn das nirgends steht, muss er anrufen, um es herauszufinden, und genau das tut er meistens nicht.
Schreib das Einzugsgebiet in Klartext auf die Startseite und auf die Kontaktseite:
- Hauptgebiet mit den Orten, in denen du regelmäßig bist, also zum Beispiel Buchen mit seinen Stadtteilen, Osterburken, Hardheim, Walldürn.
- Erweitertes Gebiet, in das du bei größeren Aufträgen fährst.
- Was du nicht machst, etwa Aufträge unter einer bestimmten Größe oder Einsätze außerhalb des Kreises.
Das klingt hart, spart aber beiden Seiten Zeit. Eine klare Grenze bringt weniger, dafür passendere Anfragen. Wie du Ortsnamen unterbringst, ohne dass der Text hakt, steht in Osterburken, mit lokalen Suchbegriffen zu mehr Anfragen.
Eine eigene Seite je Hauptleistung
Eine Sammelseite "Unsere Leistungen" mit fünfzehn Aufzählungspunkten beantwortet nichts. Bau lieber drei bis sechs eigene Seiten, jeweils für eine Leistung, mit der du wirklich Geld verdienst.
Jede dieser Seiten braucht:
- eine Überschrift in der Sprache des Kunden, nicht in Fachsprache aus dem Angebot,
- eine kurze Erklärung, was dazugehört und was ausdrücklich nicht,
- den typischen Ablauf: Anfrage, Termin vor Ort, Angebot, Ausführung, Abnahme,
- einen Hinweis, was du für ein Angebot vom Kunden brauchst, etwa Fotos, Maße oder den Grundriss,
- zwei bis drei eigene Fotos aus abgeschlossenen Aufträgen.
Wenn du zwischen Privat- und Gewerbekunden trennst, trenn auch die Seiten. Ein Hausbesitzer und ein Bauleiter suchen nicht dasselbe und wollen nicht dieselben Sätze lesen.
Notdienst und Erreichbarkeit ganz nach oben
Wenn im Winter die Heizung ausfällt oder der Sicherungskasten knallt, wird nicht gelesen, sondern gescannt. Bietest du Notdienst an, gehört er in den obersten Bereich der Startseite, mit den drei Angaben, die zählen: Nummer, Zeiten, Gebiet.
Sei dabei ehrlich. "24 Stunden erreichbar", während nachts der Anrufbeantworter läuft, produziert genau die Bewertung, die dich später ärgert. Besser: "Notdienst werktags bis 22 Uhr, am Wochenende nach Absprache". Wer keinen Notdienst macht, schreibt das ebenfalls hin, dann klingelt es nachts nicht.
Die Telefonnummer muss klickbar sein
Am Handy sollte ein Tippen auf die Nummer den Anruf starten. Eine Nummer, die als Bild eingebaut ist oder nur im Fließtext steht, kostet dich messbar Anfragen. Dasselbe gilt für die Adresse: Ein Tipp darauf öffnet die Karten-App.
Referenzen aus der Umgebung statt Stockfotos
Nichts überzeugt in Buchen so schnell wie ein Projekt, das der Betrachter kennt. Ein umgebautes Bad in einem Haus aus den Siebzigern, eine Dachsanierung im Ortskern, ein Carport im Neubaugebiet: Das kann jeder einordnen, ein Katalogfoto nicht.
Für jede Referenz reichen vier Zeilen: Ort oder Ortsteil, Aufgabe, Besonderheit, Dauer. Frag den Kunden vorher, ob du Fotos zeigen darfst, und halte dich an das, was ihr vereinbart. Wie du Vorher- und Nachher-Bilder sinnvoll einsetzt, steht in Malerbetrieb, Vorher Nachher Bilder richtig einsetzen.
Menschen, Mitarbeiter und Nachwuchs
Auf einer Handwerkerseite in einer Kleinstadt ist die Team-Seite überraschend stark. Kunden wollen wissen, wer bei ihnen im Haus steht, und Bewerber schauen sich genau diese Seite an, bevor sie sich melden.
Was dort hingehört: ein echtes Foto vom Team, Vorname und Aufgabe, seit wann es den Betrieb gibt, wer die Ansprechperson für Anfragen ist. Wenn du ausbildest oder Gesellen suchst, gehört eine kurze Stellenseite dazu, mit dem, was Bewerber wirklich fragen: Arbeitszeiten, Fahrzeug, Fortbildung, Bewerbungsweg.
Kontakt, Formular und Pflichtseiten
Die Kontaktseite ist die meistbesuchte Unterseite fast jeder Handwerker-Website. Sie braucht Telefonnummer, E-Mail, Adresse, Zeiten und eine Karte. Dazu ein kurzes Formular, das nur fragt, was du zum Rückruf brauchst: Name, Erreichbarkeit, Ort, Anliegen, gern mit Möglichkeit, ein Foto anzuhängen.
Lange Formulare mit zwölf Pflichtfeldern werden abgebrochen. Wie ein Formular aussieht, das Anfragen bringt statt Spam, steht in Kontaktformular bauen, das Anfragen bringt statt Spam.
Dazu kommen die Pflichtseiten, also Impressum und Datenschutzerklärung, außerdem eine Cookie-Lösung, falls du Karten oder Statistik einbindest. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt. Einen Überblick gibt Impressum für Betriebe, die Pflichtangaben im Überblick.
Häufige Fragen
Wie viele Seiten braucht ein Handwerksbetrieb?
Meistens reichen sieben bis zwölf: Startseite, drei bis sechs Leistungsseiten, Referenzen, Team, Kontakt, dazu die Pflichtseiten. Alles darüber hinaus muss gepflegt werden. Lieber wenige Seiten, die aktuell sind, als zwanzig mit Ständen von vorletztem Jahr.
Soll ich Preise auf die Website schreiben?
Feste Endpreise sind im Handwerk selten sinnvoll, weil jedes Objekt anders ist. Was hilft, ist Orientierung: die Kosten für einen Anfahrts- und Aufmaßtermin, ob eine Erstberatung berechnet wird, ab welcher Auftragsgröße du überhaupt arbeitest. Erfinde keine Zahlen, nenn nur, was du im Alltag wirklich so handhabst.
Brauche ich einen Blog?
Nicht zwingend. Wenn niemand Zeit zum Schreiben hat, ist eine gut gepflegte Referenzseite mit aktuellen Projekten wertvoller als ein Blog, dessen letzter Beitrag drei Jahre alt ist. Ein leerer Blog wirkt nach außen wie ein geschlossener Laden.
Der nächste Schritt
Geh deine bestehende Seite mit dieser Liste durch und hak ab, was schon da ist. Was fehlt, sortierst du nach der Frage: Welche Information hält gerade die meisten Leute vom Anruf ab? Genau damit fängst du an.
Schreib uns, was du vorhast, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.
Projekt anfragenPassend dazu
Woran du merkst, dass dein Auftritt veraltet wirkt
Woran Kunden das Alter deines Auftritts ablesen und in welcher Reihenfolge du auffrischst, ohne alles neu zu bauen.
Beitrag lesen
Namensfindung für neue Betriebe, Prüfliste vorab
Aussprache, Domain, Verwechslungsgefahr und Marke, diese Punkte prüfst du, bevor der Name auf Schild und Fahrzeug landet.
Beitrag lesen
Firmenwagen, Schild und Website in einem Auftritt
Dieselben vier Elemente auf Fahrzeug, Schild, Kleidung und Website, damit dich Leute unterwegs und online als denselben Betrieb erkennen.
Beitrag lesen