Suchbegriffe finden, nach denen Kunden wirklich suchen

Auf deiner Startseite steht "Ihr kompetenter Partner für ganzheitliche Lösungen". Bei Google tippt niemand das ein. Getippt wird "heizung reparieren mosbach" oder "was kostet ein neuer stoßfänger".
Diese Lücke zwischen dem, was ein Betrieb über sich schreibt, und dem, was Kunden eingeben, ist der häufigste Grund für eine unsichtbare Website. Sie lässt sich schließen, und zwar ohne bezahlte Werkzeuge.
Was du brauchst, ist eine Tabelle, eine Stunde Zeit und die Bereitschaft, deinen Kunden beim Fragen zuzuhören. Hier ist die Methode, mit der wir das für Betriebe in Mosbach und Umgebung machen.
Keyword Recherche beginnt nicht bei Google, sondern bei deinen Kunden
Ein Suchbegriff ist nichts anderes als eine Frage, die jemand in Worte gefasst hat. Wer bei dir anruft, stellt dieselbe Frage, nur ausführlicher. Deshalb ist dein Telefon die beste Quelle, die es gibt, und sie kostet nichts.
Leg dir für zwei Wochen einen Zettel neben das Telefon. Nach jedem Anruf schreibst du den ersten Satz des Anrufers auf, möglichst wörtlich. Nicht deine Zusammenfassung, sondern seine Formulierung.
- "Machen Sie auch nur die Bremsen, oder muss das Auto ganz zur Inspektion?"
- "Haben Sie am Samstag offen?"
- "Was kostet es ungefähr, wenn ein Fenster ausgetauscht werden muss?"
- "Kommen Sie auch nach Aglasterhausen raus?"
Nach zwei Wochen hast du eine Liste, die realistischer ist als jede Software. Dieselbe Übung funktioniert mit deinem Posteingang, mit dem Nachrichtenordner bei Instagram und mit dem Formular auf deiner Website.
Quelle zwei: Google verrät dir die Formulierungen
Google zeigt dir kostenlos, wie Menschen tatsächlich tippen. Du musst nur hinsehen. Öffne ein neues Fenster, am besten im privaten Modus, damit deine eigene Historie das Ergebnis nicht färbt.
Drei Stellen, die immer etwas liefern
- Die Vorschläge im Suchfeld. Tippe deine Leistung plus Ort und halte an. Google ergänzt, was andere vor dir gesucht haben. Wiederhole das mit "kosten", "in der Nähe", "wer macht".
- Der Kasten "Auch gefragt". Er steht mitten in den Ergebnissen und enthält fertige Fragen. Klapp eine auf, dann kommen weitere nach. Das ist Rohmaterial für Überschriften.
- Die verwandten Suchanfragen ganz unten. Sie zeigen, wohin die Suche weitergeht, wenn jemand nicht gefunden hat, was er wollte.
Notiere alles in derselben Tabelle. Doppelte Einträge streichst du später, jetzt geht es um Menge.
Quelle drei: deine eigene Search Console
Wenn deine Website schon eine Weile läuft, weißt du bereits, wofür du gefunden wirst. Die Google Search Console zeigt unter Leistung die echten Suchanfragen, mit denen Leute auf deiner Seite gelandet sind.
Besonders wertvoll sind zwei Gruppen. Erstens Begriffe, bei denen du oft erscheinst, aber selten angeklickt wirst. Da stimmt meistens der Seitentitel nicht. Zweitens Begriffe auf Position elf bis zwanzig, also knapp hinter der ersten Seite. Dort reicht oft ein besserer Abschnitt auf einer bestehenden Seite. Wie du die Zahlen liest, steht in Google Search Console lesen und Aufgaben daraus ableiten.
Sortieren: die Absicht ist wichtiger als die Menge
Jetzt hast du eine unsortierte Liste. Der entscheidende Schritt ist nicht, sie nach Suchvolumen zu ordnen, sondern nach dem, was die Person will. Sortiere in drei Spalten.
- Will wissen. "wie oft muss man eine heizung warten lassen". Passt in einen Blogbeitrag oder in die FAQ.
- Will vergleichen. "welche werkstatt in mosbach ist gut". Passt zu Referenzen, Bewertungen und einer Über uns Seite.
- Will jetzt beauftragen. "heizung notdienst mosbach". Braucht eine eigene Leistungsseite mit Telefonnummer weit oben.
Ein Begriff aus der dritten Spalte ist für deinen Betrieb mehr wert als zwanzig aus der ersten, selbst wenn er seltener gesucht wird. Ein Anruf mit Auftrag schlägt hundert Leser ohne Anliegen.
Ortsangaben richtig behandeln
Viele Betriebe schreiben zwanzig Ortsnamen in eine Fußzeile und hoffen. Das wirkt weder auf Menschen noch bei Google. Besser ist es, den Hauptstandort klar zu benennen und für Orte, in denen du wirklich regelmäßig arbeitest, eine eigene Seite mit eigenem Inhalt zu bauen. Wie das ohne doppelte Inhalte geht, steht in Osterburken, mit lokalen Suchbegriffen zu mehr Anfragen.
Von der Liste zur Seite
Eine Tabelle bringt nichts, solange sie eine Tabelle bleibt. Ordne jedem Begriff genau eine Seite zu, und zwar dauerhaft.
- Gruppiere Begriffe, die dasselbe meinen. "kfz werkstatt mosbach" und "autowerkstatt mosbach" sind eine Gruppe, nicht zwei.
- Pro Gruppe eine Seite. Zwei Seiten zum selben Thema konkurrieren miteinander und schwächen sich gegenseitig.
- Trag den Hauptbegriff in Seitentitel, erste Überschrift und den ersten Absatz ein, in normaler Sprache.
- Beantworte auf der Seite die Fragen, die du in Spalte eins gesammelt hast.
- Verlinke von der Seite auf die passende Kontakt- oder Terminmöglichkeit.
Wie du aus dem Hauptbegriff einen Titel machst, der auch angeklickt wird, steht in Seitentitel und Beschreibung für Google richtig schreiben.
Was du dir sparen kannst
Ein paar Dinge kosten Zeit und bringen für einen lokalen Betrieb wenig bis nichts.
- Begriffe, für die deutschlandweit große Anbieter kämpfen, etwa reine Produktnamen ohne Ort
- Listen mit hunderten Varianten, die niemand jemals in Seiten umsetzt
- Das Wiederholen desselben Wortes in jedem Absatz, das liest sich schlecht und hilft nicht
- Bezahlte Werkzeuge im Monatsabo, bevor du die kostenlosen Quellen ausgeschöpft hast
Häufige Fragen
Wie viele Suchbegriffe brauche ich?
Weniger als du denkst. Für einen Betrieb mit vier bis sechs Leistungen reichen erfahrungsgemäß eine Handvoll Gruppen, die sauber auf Seiten verteilt sind. Lieber fünf Seiten, die wirklich etwas erklären, als dreißig dünne Seiten.
Muss der Suchbegriff wörtlich auf der Seite stehen?
Er sollte natürlich vorkommen, in der Überschrift und im Text. Aber Google versteht heute auch Umschreibungen. Wichtiger als die exakte Wortfolge ist, dass die Seite die Frage tatsächlich beantwortet. Ein Text, der sich gestelzt liest, weil ein Begriff hineingezwängt wurde, schadet mehr als er nützt.
Wie oft sollte ich die Liste überarbeiten?
Einmal im Quartal reicht. Nimm dir die Search Console vor, schau, welche neuen Fragen aufgetaucht sind, und ergänze zwei oder drei Abschnitte. Daraus entsteht ganz nebenbei ein Themenvorrat für deinen Blog, ohne dass du dir Themen ausdenken musst.
Fang mit dem Zettel neben dem Telefon an, das ist der Schritt mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Ertrag. Wenn du danach nicht weißt, welche Seite zu welchem Begriff gehört, oder warum du trotz guter Texte nicht auftauchst, hilft der Beitrag Warum dich Kunden aus Mosbach bei Google nicht finden weiter. Schreib uns, was du vorhast, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.
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