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Recruiting-Reels: neue Mitarbeiter mit Videos aus dem Betrieb finden

24.10.2026 · von Bastian Blau, Blau Creative Studio · Video, Social Media, Reels, Mitarbeitersuche

Recruiting-Reels: neue Mitarbeiter mit Videos aus dem Betrieb finden

Du suchst seit Monaten einen Gesellen oder eine Auszubildende, und die Anzeige im Jobportal bringt kaum Rückmeldungen. Gleichzeitig hast du ein Team, das jeden Tag gute Arbeit macht. Nur sieht das außerhalb deines Betriebs niemand.

Das kann ein Recruiting-Video ändern. Gemeint ist kein aufwendiger Imagefilm, sondern ein kurzes Reel, das zeigt, wie ein normaler Arbeitstag bei dir aussieht und mit wem man ihn verbringt. Wer so etwas sieht, weiß danach mehr über deinen Betrieb als nach drei Absätzen Stellenanzeige.

Mehrere Personen sitzen mit Notizbüchern und Stiften an einem Holztisch und besprechen sich

Was ein Recruiting-Video anders macht als eine Stellenanzeige

Eine Anzeige beschreibt, wen du suchst. Ein Video zeigt, wie es bei dir tatsächlich aussieht. Das zählt vor allem bei Fachkräften, die gerade nicht auf Jobsuche sind und deshalb auch keine Stellenbörsen durchsehen. Auf Instagram oder TikTok sind viele von ihnen trotzdem unterwegs, und dort fällt ein Video aus einem echten Betrieb eher auf als eine weitere Anzeige.

Ein gutes Recruiting-Video beantwortet die Fragen, die sich Bewerber stellen, bevor sie überhaupt anrufen:

  • Mit wem würde ich zusammenarbeiten?
  • Wie sieht mein Arbeitsplatz aus, ob Werkstatt, Baustelle oder Küche?
  • Wie geht der Chef mit den Leuten um?
  • Was mache ich in den ersten Wochen konkret?

Für jede dieser Fragen reicht ein eigenes kurzes Video. Du musst nicht alles in einen einzigen Film packen.

Fünf Formate für Recruiting-Reels

Du musst nicht jedes Mal etwas Neues erfinden. Die folgenden Formate lassen sich immer wieder mit anderen Leuten und Aufgaben füllen.

  1. Ein Arbeitstag im Schnelldurchlauf. Vom Aufschließen am Morgen über den ersten Auftrag bis zum Feierabend, in kurzen Szenen. Das zeigt Ablauf, Werkzeug und Stimmung in einem einzigen Video.
  2. Ein Teammitglied stellt sich vor. Name, Aufgabe, seit wann dabei und ein Satz dazu, was an der Arbeit Spaß macht. Kein auswendig gelernter Text, sondern die Antwort auf eine einfache Frage, die du hinter der Kamera stellst.
  3. Die Azubi-Perspektive. Ein Azubi erzählt, wie das erste Jahr war, was er schon selbst machen darf und was ihn überrascht hat. Für Schulabgänger klingt das oft glaubwürdiger als alles, was der Chef dazu sagen kann.
  4. Fragen von Bewerbern beantworten. Wie sind die Arbeitszeiten? Gibt es ein Firmenfahrzeug? Wie läuft der erste Tag ab? Pro Video nimmst du dir eine Frage vor und beantwortest sie gleich im ersten Satz.
  5. Das Ergebnis, auf das ihr stolz seid. Ein fertiges Bad, eine reparierte Maschine oder ein voller Gastraum am Samstagabend, dazu die Leute, die das geschafft haben. So sehen Bewerber, woran sie bei dir mitarbeiten würden.

Ehrlich wirkt stärker als perfekt

Ein Video, das nur lachende Gesichter und aufgeräumte Hallen zeigt, nimmt dir niemand ab. Zeig ruhig, dass es im Sommer auf dem Dach heiß wird oder dass im Dezember viel los ist. Wichtig ist, was danach kommt: wie ihr damit umgeht, wer mit anpackt und wie Mehrarbeit bei dir ausgeglichen wird. Ehrliche Einblicke sortieren außerdem vorab aus. Wer nach dem Video trotzdem anruft, weiß, worauf er sich einlässt, und erlebt nach dem Start weniger böse Überraschungen.

So bereitest du den Dreh vor

Der wichtigste Schritt passiert vor dem Dreh, und zwar im Gespräch mit deinem Team. Erkläre, wofür die Videos gedacht sind, wo sie erscheinen und wie lange sie online bleiben. Frag dann, wer Lust hat mitzumachen. Niemand sollte vor die Kamera gedrängt werden, denn genau das sieht man im Video sofort.

  • Freiwillige finden. Oft gibt es ein, zwei Leute, die gern reden. Andere zeigen lieber nur ihre Hände bei der Arbeit, und auch das ergibt starke Bilder.
  • Fragen statt Text. Gib keine Sätze zum Auswendiglernen vor. Stell Fragen wie „Was war dein schönster Auftrag?“ und lass die Antwort einfach laufen.
  • Normale Arbeitskleidung. Wer sich für den Dreh verkleidet, wirkt steif. Arbeitshose und Firmenshirt passen besser als das gute Hemd.
  • Einen passenden Zeitpunkt wählen. Nicht in der stressigsten Stunde des Tages, aber auch nicht im leeren Betrieb. Es soll nach echter Arbeit aussehen.

Wenn du selbst mit dem Handy drehen willst, findest du die Grundlagen in Reels mit dem Handy drehen, ohne Technikstress und Kurs. Hochformat, Licht von vorn und kurze Aufnahmen reichen für den Anfang.

Einverständnis der Mitarbeitenden klären

Sobald Mitarbeitende erkennbar in einem Video zu sehen sind, das du für Werbung oder die Mitarbeitersuche nutzt, brauchst du ihre Einwilligung. Hol sie vor dem Dreh schriftlich ein, und zwar von jeder Person einzeln.

  1. Freiwillig und ohne Druck. Wer nicht mitmachen will, hat dadurch keinen Nachteil. Sag das deutlich, gerade im kleinen Team.
  2. Klar beschreiben, wofür. Welche Kanäle, welcher Zweck und ob das Video auch auf der Website oder in einer bezahlten Anzeige läuft.
  3. Auf den Widerruf hinweisen. Eine Einwilligung kann widerrufen werden. Leg fest, wie das geht und was dann mit dem Video passiert.
  4. Austritt mitdenken. Kläre vorher, was gilt, wenn jemand den Betrieb verlässt. Ein Recruiting-Video mit jemandem, der nicht mehr bei dir arbeitet, führt Bewerber ohnehin in die Irre.
  5. Bei Minderjährigen auch die Eltern. Ist ein Azubi noch nicht volljährig, unterschreiben zusätzlich die Erziehungsberechtigten.

Achte außerdem auf Kunden, Kennzeichen und Unterlagen im Hintergrund. Was nicht ins Video gehört, schneidest du heraus oder drehst gleich aus einem anderen Winkel. Für Musik gilt: Nimm nur Titel, die für die gewerbliche Nutzung freigegeben sind, etwa aus der Musikbibliothek, die Instagram und TikTok für Unternehmenskonten anbieten. Ein Lied aus dem Radio darfst du nicht einfach unter ein Firmenvideo legen. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt.

Der nächste Schritt für Bewerber

Wer dein Video gut findet, muss wissen, wie es weitergeht. In der Beschreibung steht deshalb, welche Stelle offen ist, an welchem Ort und wie man sich meldet: per Nachricht, per Anruf oder über eine kurze Stellenseite auf deiner Website. Je einfacher dieser Weg ist, desto mehr Leute gehen ihn. Wie der ganze Ablauf vom Beitrag bis zur Bewerbung aussieht, steht in Mitarbeiter suchen über Social Media, so gehst du vor.

Plane mehrere Videos statt eines einzigen. Ein Reel pro Woche über zwei Monate zeigt mehr von deinem Betrieb als ein einzelner Film, der einmal kurz läuft und dann verschwindet. Themen dafür liegen in deinem Alltag, wie in Content-Ideen aus dem eigenen Arbeitsalltag sammeln beschrieben.

Wenn du das nicht selbst übernehmen willst, kommen wir zu dir in den Betrieb. Wir drehen im Umkreis von 40 Kilometern um Obrigheim, zum Beispiel in Mosbach und Umgebung. Nach einem kurzen Gespräch bekommst du einen Fixpreis, dann folgt der Drehtag vor Ort und danach der Schnitt mit Vorschau, damit du und dein Team vor der Veröffentlichung draufschauen könnt. Auf Wunsch übernehmen wir auch das Posten. Wie der Drehtag abläuft, steht in Social-Media-Videos drehen lassen: So läuft ein Drehtag ab. Mehr zum Angebot findest du auf der Seite Social-Media-Videos vor Ort, und wie unsere Videos aussehen, siehst du bei den Video-Referenzen auf der Startseite.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Recruiting-Video sein?

Als Richtwert für Reels passen 20 bis 45 Sekunden. Erzählt ein Teammitglied etwas Persönliches, darf das Video auch eine Minute dauern, solange es nicht in die Länge gezogen wirkt. Entscheidend sind die ersten Sekunden: Zeig gleich die Person oder die Arbeit, nicht ein Logo.

Was mache ich, wenn niemand aus dem Team vor die Kamera will?

Dann zeigst du die Arbeit statt der Gesichter. Hände, Werkzeug, Fahrzeuge und fertige Ergebnisse erzählen viel über einen Betrieb. Manchmal ändert sich die Stimmung, sobald das erste Video online ist und gute Rückmeldungen bekommt, und dann meldet sich doch jemand, der mitmachen will.

Auf welchem Kanal sollte ich Recruiting-Videos posten?

Für Azubis und junge Fachkräfte eignen sich Instagram und TikTok, für erfahrene Leute aus der Region oft auch Facebook. Dasselbe Video im Hochformat kannst du auf allen Kanälen nutzen und zusätzlich auf deiner Stellenseite einbinden. Wichtig ist, dass du Nachrichten schnell beantwortest, egal wo sie ankommen.

Wenn du eine Stelle besetzen willst und überlegst, wie ein Video dabei helfen kann, schreib uns kurz, wen du suchst, dann besprechen wir, welche Formate zu deinem Betrieb passen.

Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.

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