Social-Media-Videos drehen lassen: So läuft ein Drehtag ab

Kurze Videos aus deinem Betrieb zeigen mehr als das zehnte Foto vom Firmenschild. Trotzdem entstehen sie im Alltag selten, weil zwischen Kundentermin und Feierabend keine Zeit bleibt und am Ende niemand das Material schneidet.
Die Alternative: Du lässt deine Social-Media-Videos drehen. Dann kommt jemand mit Kamera zu dir, filmt an einem Tag, was deinen Betrieb ausmacht, und du bekommst fertige Clips zurück. Damit das gut wird, lohnt sich ein Blick auf den Ablauf: was vor dem Drehtag passiert, was du vorbereitest, wie der Tag selbst läuft und wie aus dem Rohmaterial Reels werden.
Wir drehen solche Videos als Werbeagentur aus Obrigheim bei Mosbach direkt bei den Betrieben vor Ort, im Umkreis von 40 Kilometern um Obrigheim. Eine Übersicht über den Videodreh findest du unter Social-Media-Videos vor Ort.
Am Anfang steht ein kurzes Gespräch
Bevor jemand eine Kamera auspackt, klärt ihr in einem kurzen Gespräch, worum es gehen soll. Das ist der wichtigste Teil, auch wenn er am wenigsten nach Film aussieht. Drei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Wofür sind die Videos gedacht? Eine Eröffnung ankündigen, neue Mitarbeiter finden, ein Angebot erklären oder zeigen, wie bei dir gearbeitet wird. Jedes Ziel braucht andere Bilder.
- Wo sollen sie laufen? Für Reels auf Instagram und Facebook und für TikTok wird hochkant gedreht. Wenn ein Clip auch auf die Website soll, plant ihr eine Querfassung gleich mit ein.
- Was ist bei dir sehenswert? Was Inhaber zuerst nennen, ist selten das Sehenswerteste. Die Maschine, die du für selbstverständlich hältst, kann für Außenstehende spannend sein.
Danach bekommst du einen Fixpreis. Du weißt also schon vor dem Drehtag, womit du rechnen kannst.
Die Vorbereitung im Betrieb
Wie gut ein Drehtag wird, hängt stark von der Vorbereitung ab. Kulissen brauchst du dafür nicht. Es geht um drei Punkte: Was soll im Bild nicht stören, wer ist zu sehen und welche Abläufe zeigst du?
Was du aufräumen solltest
Ein Betrieb darf nach Arbeit aussehen. Eine Werkstatt ohne Werkzeug wirkt unecht, eine Küche ohne Töpfe auch. Was trotzdem aus dem Bild sollte:
- Private Dinge wie Tassen mit Aufdruck, Jacken über Stuhllehnen und Ladekabel.
- Zettel an Wänden und Bildschirmen, vor allem alles mit Kundennamen, Preisen oder Telefonnummern.
- Unterlagen auf dem Schreibtisch und lesbare Kennzeichen von Kundenfahrzeugen. Die Autos kannst du wegfahren oder die Kennzeichen abdecken.
- Müll, leere Kartons und alles, was nur zufällig herumsteht.
Schau dir deine Räume einmal durch die Handykamera an. Was dir auf dem Display auffällt, fällt später auch im Video auf.
Wer ins Bild kommt
Leute wollen sehen, mit wem sie es zu tun haben. Deshalb gehören Menschen aus deinem Betrieb ins Video, zumindest in einigen Szenen. Niemand muss dafür Texte auswendig lernen. Oft reicht es, bei der Arbeit gefilmt zu werden oder einen Satz zu sagen, den man Kunden ohnehin jeden Tag sagt.
Sprich vorher mit deinen Mitarbeitern. Wer nicht gefilmt werden möchte, bleibt hinter der Kamera, und das ist in Ordnung. Wer mitmacht, gibt dir am besten schriftlich die Einwilligung, dass die Aufnahmen für deine Werbung genutzt werden dürfen. Kunden, die zufällig im Laden stehen, fragst du ebenfalls vorher, oder du achtest darauf, dass sie im Video nicht zu erkennen sind. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt.
Welche Abläufe du zeigst
Überleg dir drei bis fünf Abläufe, die typisch für deinen Betrieb sind und sich in Bildern erzählen lassen. Gut funktioniert alles, bei dem sich sichtbar etwas verändert oder bei dem Hände etwas können, das nicht jeder kann.
- In der Bäckerei der Teig, der geformt wird, und das Blech, das aus dem Ofen kommt.
- In der Werkstatt das Auto auf der Hebebühne und der Moment, in dem der Fehler gefunden ist.
- Im Friseursalon der Schnitt und das Ergebnis im Spiegel.
- Im Handwerk die Baustelle am Morgen und der fertige Raum am Nachmittag.
Plan den Drehtag so, dass diese Abläufe dann wirklich stattfinden. Ein echter Auftrag sieht fast immer besser aus als ein nachgestellter. Wenn dir Ideen fehlen, hilft der Beitrag Content-Ideen aus dem eigenen Arbeitsalltag sammeln.
So läuft der Drehtag ab
Am Drehtag kommt die Kamera zu dir in den Betrieb, und dein Alltag läuft dabei am besten einfach weiter. Statt einer langen Aufnahme entstehen viele kurze Einstellungen: nah an den Händen, halbnah auf die Person, weit über den ganzen Raum. Aus dieser Mischung wird später ein abwechslungsreicher Clip.
Was dir den Tag leichter macht:
- Eine Ansprechperson festlegen. Jemand aus dem Team weiß, wann welcher Ablauf dran ist, und ist für Fragen da, während die anderen weiterarbeiten.
- Für Licht sorgen. Rollos hoch, Fenster frei, Räume so hell wie im Alltag. Tageslicht, das von vorn auf Gesicht und Arbeit fällt, ist eine gute Grundlage. Welche Lampen dazu an- oder ausgeschaltet werden, klärt ihr vor Ort.
- Geräusche bedenken. Wenn jemand spricht, kurz die laute Maschine im Hintergrund abstellen oder den Satz draußen aufnehmen. Das Radio bleibt während der Aufnahmen aus, denn Musik im Hintergrund lässt sich kaum herausschneiden, und für Werbevideos braucht man die Rechte daran.
- Einen Puffer einplanen. Manche Einstellungen müssen zwei- oder dreimal gedreht werden, bis sie sitzen. Das ist normal und kein Zeichen, dass etwas schiefläuft.
Die Nervosität legt sich bei vielen nach den ersten Minuten. Wer merkt, dass niemand eine perfekte Rede erwartet, wird von allein lockerer. Gerade die kleinen Momente zwischen zwei Aufnahmen, ein Lachen oder ein Spruch unter Kollegen, können am Ende die besten im ganzen Video sein.
Vom Rohmaterial zu fertigen Clips
Nach dem Drehtag beginnt der Teil, den du nicht siehst. Aus dem Material werden die besten Momente ausgewählt, geschnitten, mit Texten und bei Bedarf mit Musik versehen und auf das richtige Format gebracht. Damit ein Clip auch ohne Ton verständlich ist, braucht er gut lesbare Untertitel oder Texteinblendungen. Musik muss für die gewerbliche Nutzung freigegeben sein. Bekannte Songs aus den Charts sind das in der Regel nicht, auch wenn die App sie in der Musikauswahl anzeigt.
Bevor etwas veröffentlicht wird, bekommst du eine Vorschau. Du siehst dir die Clips in Ruhe an und sagst, was passt und was nicht. Ein falsch geschriebener Name, eine Aufnahme, auf der jemand ungünstig getroffen ist, eine Szene, die du lieber nicht zeigen willst: Das wird vorher geändert, nicht hinterher.
Am Ende hast du fertige Clips, die du selbst posten kannst. Auf Wunsch übernehmen wir auch das Posten und die Betreuung deiner Kanäle.
Beispiele aus der Region
Wie unterschiedlich das Ergebnis aussehen kann, zeigen einige unserer Projekte aus Mosbach:
- MOS Kebap, Imbiss und Pizza-Haus: Für die neue Filiale haben wir am Tag vor der Eröffnung im September 2026 ein Eröffnungsvideo gedreht, hochkant und gut eine Minute lang.
- Café Kaytu: Für die Ankündigung des neuen Cafés, das Ende November 2026 eröffnet, entstand ein Coming-soon-Reel als Sticker-Tour durch Mosbach. Die Idee kam von der Inhaberin: runde Logo-Sticker an verschiedenen Stellen in der Stadt. Am Ende hält jemand eine Zeitung mit „Are you ready?“, danach erscheinen Logo und „Coming soon“. Das Reel dauert rund 16 Sekunden und entstand in zwei Fassungen: eine schnelle Bilderserie mit dem Sticker immer in der Bildmitte und eine mit den einzelnen Aufklebe-Szenen.
- FOMO Season: Für die Eventreihe aus Mosbach entstand vor der Veranstaltung ein inszenierter Ankündigungsfilm in drei Teilen, jeder knapp eine Minute lang.
- FinanzWelt, Baufinanzierung in Mosbach: Aus vorhandenen Grafiken des Kunden haben wir animierte Erklärvideos (Motion-Graphics) gebaut, zum Beispiel zum Thema Sanierung und Energieausweis, hochkant für Social Media und quer.
Das Beispiel FinanzWelt zeigt auch: Nicht jedes Thema braucht einen Drehtag. Wenn sich etwas schlecht filmen lässt, ist ein animiertes Erklärvideo oft die bessere Wahl. Wann das so ist, steht in Animierte Erklärvideos: wann Motion-Graphics besser sind als ein Dreh. Alle diese Videos kannst du dir bei unseren Video-Referenzen ansehen. Wenn dein Betrieb in Mosbach liegt, findest du unter Social-Media-Videos in Mosbach mehr zum Dreh vor Ort.
Häufige Fragen
Muss ich für den Drehtag den Betrieb schließen?
Meistens nicht. Gedreht wird am besten, während gearbeitet wird. Für einzelne Aufnahmen, etwa einen leeren Verkaufsraum, kann es sinnvoll sein, kurz vor oder nach den Öffnungszeiten zu filmen. Das klärt ihr im Vorgespräch.
Ich will selbst nicht vor die Kamera, geht das trotzdem?
Ja. Hände, Werkzeug, Material und fertige Ergebnisse erzählen viel. Viele gute Betriebsvideos zeigen den Inhaber nur kurz oder gar nicht, und wer sich mit der Stimme leichter tut, spricht einen Text aus dem Off. Wie du zwischendurch selbst Material sammelst, steht in Reels mit dem Handy drehen, ohne Technikstress und Kurs.
Kann ich die Videos auch für die Mitarbeitersuche nutzen?
Ja. Bewerber wollen sehen, wo und mit wem sie arbeiten würden, und kurze Clips aus dem echten Arbeitsalltag zeigen das oft besser als eine reine Textanzeige. Sag es im Vorgespräch, damit Team und Arbeitsplatz genug Raum bekommen. Mehr dazu in Recruiting-Reels: neue Mitarbeiter mit Videos aus dem Betrieb finden und in Mitarbeiter suchen über Social Media, so gehst du vor.
Wenn du Videos aus deinem Betrieb drehen lassen möchtest, schreib uns kurz, was du vorhast, und wir besprechen den Drehtag mit dir.
Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.
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