Animierte Erklärvideos: wann Motion-Graphics besser sind als ein Dreh

Manche Themen lassen sich mit der Kamera kaum zeigen. Wie eine Baufinanzierung aufgebaut ist, warum ein Energieausweis beim Hauskauf eine Rolle spielt oder welche Schritte zwischen der ersten Anfrage und dem fertigen Auftrag liegen: Da gibt es wenig zu filmen, außer einem Menschen am Schreibtisch, der redet. Das kann gut sein, wird aber schnell zäh, sobald Zahlen und Fachbegriffe ins Spiel kommen.
Für solche Themen gibt es animierte Erklärvideos. Statt einen Drehtag zu planen, werden Grafiken, Zahlen und kurze Texte in Bewegung gebracht. Gut gemacht, zeigt so ein Video in wenigen Sekunden, wofür sonst ein ganzer Absatz nötig wäre. Wenn du ein Erklärvideo erstellen lassen willst, ist die erste Frage deshalb nicht, wer es macht, sondern ob dein Thema überhaupt in ein Motion-Graphics-Video gehört oder doch vor die Kamera.
Wann ein Erklärvideo besser passt als ein Dreh
Ein Dreh lebt davon, dass es etwas zu sehen gibt. Hände bei der Arbeit, ein Raum, ein Produkt, Menschen. Fehlt das, bleibt am Ende nur Text, der vorgelesen wird. Animation lohnt sich vor allem in vier Fällen:
- Abstrakte Themen. Versicherungen, Förderungen, Verträge, Software. Alles, was im Kopf passiert und nicht in der Werkstatt.
- Finanzen. Zinsen, Laufzeiten, Eigenkapital. Wer solche Begriffe nur hört, steigt schnell aus. Wer sie als Balken, Pfeile und Zahlen sieht, bleibt eher dran.
- Abläufe. Erst das Gespräch, dann die Unterlagen, dann die Entscheidung. Eine animierte Abfolge zeigt, was als Nächstes kommt, und nimmt Interessenten die Unsicherheit vor dem ersten Termin.
- Zahlen und Vergleiche. Vorher und nachher, mit und ohne, heute und in zehn Jahren. Ein wachsender Balken ist schneller erfasst als eine Tabelle.
Umgekehrt gilt: Wenn dein Betrieb etwas Sichtbares herstellt oder anbietet, ist ein Dreh fast immer stärker. Ein Imbiss, ein Café, ein Event leben von echten Bildern. Für MOS Kebap aus Mosbach haben wir das Eröffnungsvideo der neuen Filiale am Tag vor der Eröffnung gedreht, für das Café Kaytu ein Coming-soon-Reel als Sticker-Tour durch Mosbach und für FOMO Season einen Ankündigungsfilm in drei Teilen. Eine Animation hätte dort nichts besser gemacht. Wie so ein Drehtag abläuft, steht auf unserer Übersicht zu Social-Media-Videos und Reels vom Dreh vor Ort.
Die Mischform
Oft ist die beste Lösung beides. Ein kurzer gefilmter Einstieg mit dir oder deinem Team, danach die animierte Erklärung, zum Schluss wieder ein echtes Gesicht. So bleibt das Vertrauen beim Menschen und die Erklärung bei der Grafik. Gerade wer Beratung verkauft, profitiert davon, weil Kunden sehen wollen, mit wem sie es zu tun haben. Wer im Video zu sehen ist, sollte vorher zugestimmt haben, am besten schriftlich. Das gilt auch für dein Team.
Aus vorhandenen Grafiken wird ein Video
Viele Betriebe haben mehr Material, als sie denken. Infografiken für Flyer, Schaubilder aus Präsentationen, Beiträge für Instagram, Diagramme aus Beratungsgesprächen. Das meiste davon liegt als Datei auf dem Rechner, wird einmal gezeigt und dann nie wieder.
So sind auch die Erklärvideos für FinanzWelt entstanden, einen Anbieter für Baufinanzierung in Mosbach. Die Grundlage waren Grafiken, die der Kunde schon hatte, zum Beispiel zu den Themen Sanierung und Energieausweis. Daraus haben wir animierte Erklärvideos gebaut, die es in zwei Formaten gibt: hochkant für Social Media und quer.
Das Prinzip dahinter ist einfach. Aus einem Bild, das man auf einen Blick erfassen soll, wird eine Abfolge. Elemente erscheinen nacheinander, Zahlen bauen sich auf, Texte kommen erst dann, wenn sie gebraucht werden. So versteht man Schritt für Schritt, was auf der ursprünglichen Grafik alles gleichzeitig zu sehen war.
Was du dafür bereitlegen solltest
- Die Grafiken in der besten Fassung, die du hast. Ideal sind die Originaldateien aus dem Grafikprogramm, notfalls ein PDF.
- Logo, Farben und Schriften, damit das Video zu deinem übrigen Auftritt passt.
- Die Kernaussage in einem Satz. Was soll jemand wissen, wenn das Video vorbei ist?
- Die Fachbegriffe, die du deinen Kunden sonst immer erklären musst. Die gehören in das Video, nicht in den Begleittext.
Gibt es noch keine Grafiken, entstehen sie zusammen mit dem Video. Sag dann gleich dazu, ob du einzelne Bilder daraus auch für Flyer oder deine Website nutzen willst.
Rechte an Bildern, Schriften und Musik
Was in deinen Grafiken steckt, muss auch im Video verwendet werden dürfen. Fotos aus Bilddatenbanken und gekaufte Schriften haben Lizenzen, die nicht jede Nutzung abdecken. Prüf das, bevor ein Flyermotiv zum Video wird. Für Musik gilt dasselbe: Ein Lied, das du privat gekauft hast oder streamst, darfst du nicht einfach unter ein Werbevideo legen. Im Zweifel fragst du beim Anbieter der Lizenz nach.
Hochkant oder quer: wo das Video laufen soll
Bevor ein Erklärvideo entsteht, sollte klar sein, wo es gezeigt wird. Davon hängt mehr ab als nur das Seitenverhältnis.
- Hochkant für Reels, Storys und TikTok. Hier schaut man am Handy, nicht immer mit Ton, und entscheidet in wenigen Sekunden, ob man dranbleibt. Die Aussage muss sofort sichtbar sein, die Schrift groß, eine Idee pro Bild.
- Quer für die Website, YouTube, Präsentationen und den Bildschirm im Beratungsraum. Hier sitzt jemand bewusst davor und will etwas verstehen. Das Video darf ruhiger sein und mehr Zusammenhänge zeigen.
Wer beides braucht, sollte das von Anfang an sagen. Eine Animation, die nur quer gedacht ist, lässt sich nicht einfach hochkant zuschneiden, weil dann links und rechts zusammen gut zwei Drittel des Bildes wegfallen. Wird beides von vornherein mitgeplant, entstehen zwei Fassungen, die jeweils für ihren Platz gebaut sind.
Ein Punkt gilt für beide Formate: Das Video muss auch ohne Ton funktionieren. Eine Sprecherstimme ist ein Plus, aber die wichtigste Aussage gehört zusätzlich als Text ins Bild. Die Erklärvideos für FinanzWelt und unsere gedrehten Projekte findest du bei den Video-Referenzen auf unserer Startseite.
So läuft es ab, wenn du ein Erklärvideo erstellen lassen willst
Bei uns ist der Ablauf derselbe wie bei einem Videodreh, nur dass der Drehtag wegfällt, wenn alles animiert wird.
- Kurzes Gespräch. Du erzählst, was erklärt werden soll und für wen. Dabei klären wir auch, ob Animation, Dreh oder eine Mischung am besten passt.
- Fixpreis. Danach bekommst du ein festes Angebot, damit du vorher weißt, woran du bist.
- Material oder Drehtag. Bei einem reinen Erklärvideo arbeiten wir mit deinen Grafiken und Unterlagen. Sollen echte Aufnahmen hinein, drehen wir bei dir vor Ort, im Umkreis von 40 Kilometern um Obrigheim.
- Umsetzung mit Vorschau. Du siehst eine Vorschau und sagst, was noch nicht stimmt, bevor das Video fertig ist.
- Veröffentlichen. Auf Wunsch posten wir das Video für dich und betreuen deine Kanäle.
Damit das Video nicht nach einer Woche vergessen ist, lohnt es sich, es an mehreren Stellen einzubauen: als Reel, auf der passenden Leistungsseite deiner Website und im Gespräch mit Kunden. Wie eine Seite aufgebaut ist, auf der so ein Video gut aufgehoben ist, steht in Landingpage für eine einzelne Leistung richtig aufbauen. Gerade in der Finanzbranche, in der große Versprechen schnell unseriös wirken, hilft eine sachliche Erklärung mehr als jeder Slogan. Mehr dazu in Finanzberatung: Anfragen ohne Werbeversprechen gewinnen. Wenn du aus Mosbach oder der direkten Umgebung kommst, findest du mehr zum Dreh vor Ort auf der Seite Social-Media-Videos in Mosbach.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein animiertes Erklärvideo sein?
So kurz, wie es das Thema erlaubt. Für Reels und Storys reicht oft eine einzige Aussage in wenigen Sekunden. Auf der Website darf ein Video länger sein, weil dort jemand gezielt nach einer Erklärung sucht. Lieber zwei kurze Videos zu zwei Fragen als ein langes zu allem.
Brauche ich für ein Erklärvideo eine Sprecherstimme?
Nicht zwingend. In sozialen Netzwerken hat nicht jeder den Ton an, etwa unterwegs oder im Wartezimmer. Deshalb tragen dort Texteinblendungen die Aussage. Auf der Website oder in einer Präsentation kann eine Stimme helfen, ersetzt aber nicht die Texte im Bild.
Kann ich ein Erklärvideo auch selbst mit dem Handy machen?
Für einfache Dinge ja, etwa wenn du einen Handgriff zeigst oder eine Kundenfrage direkt in die Kamera beantwortest. Tipps dafür findest du in Reels mit dem Handy drehen, ohne Technikstress und Kurs. Für animierte Grafiken, die sauber zu deinem Auftritt passen, lohnt sich meist die Zusammenarbeit mit jemandem, der das regelmäßig macht.
Du hast ein Thema, nach dem deine Kunden immer wieder fragen, und Grafiken, die bisher nur auf dem Flyer stehen? Schreib uns, was erklärt werden soll, und wir sagen dir, ob Animation, Dreh oder beides passt.
Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.
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