Landingpage für eine einzelne Leistung richtig aufbauen

Du bietest zwölf Leistungen an und hast dafür eine Seite. Sie heißt Leistungen, listet alles untereinander auf und endet mit dem Satz, dass du gern ein individuelles Angebot machst. Genau diese Seite bringt keine Anfragen.
Der Grund ist einfach: Wer nach einer barrierefreien Dusche sucht, will nichts über Estrich, Photovoltaik und Badplanung lesen. Er will wissen, ob du das machst, wie das abläuft, was es ungefähr kostet und wie er dich erreicht.
Eine Landingpage ist eine Seite, die genau eine Frage vollständig beantwortet. Nicht mehr, nicht weniger. Dieser Beitrag zeigt dir den Aufbau, Abschnitt für Abschnitt, und woran die meisten scheitern.
Wann sich eine Landingpage erstellen wirklich lohnt
Nicht jede Leistung braucht eine eigene Seite. Drei Bedingungen sollten zusammenkommen.
- Es gibt eine eigene Suchanfrage. Leute tippen tatsächlich etwas ein, das zu dieser Leistung passt. Wie du das prüfst, steht in Suchbegriffe finden, nach denen Kunden wirklich suchen.
- Die Leistung trägt sich. Sie bringt Umsatz oder du willst mehr davon. Für die Leistung, die du eigentlich nicht mehr machen willst, baust du keine Seite.
- Der Inhalt ist eigenständig. Du kannst mindestens ein paar hundert Wörter schreiben, die nirgends sonst so stehen. Sonst entstehen zwei ähnliche Seiten, die sich gegenseitig schwächen.
Für einen kleinen Betrieb sind drei bis sechs solcher Seiten realistisch. Alles andere bleibt in der Übersicht.
Der Aufbau, erster Teil: bis der Leser dir glaubt
1. Der Kopf: Versprechen und Ort in einem Satz
Ganz oben steht, was du machst und für wen. Ohne Kreativität, ohne Wortspiel. Barrierefreie Duschen in Mosbach und Umgebung, geplant und eingebaut aus einer Hand. Darunter ein Satz, der die häufigste Sorge auflöst, etwa dass die Arbeiten in wenigen Tagen erledigt sind.
Dazu gehört sofort eine Kontaktmöglichkeit. Telefonnummer als anklickbarer Link und ein Knopf zum Formular. Am Handy sieht der Besucher zuerst diesen Bereich, also muss er dort schon handeln können.
2. Das Problem in den Worten des Kunden
Zwei bis drei Sätze, die zeigen, dass du die Situation kennst. Nicht deine Firmengeschichte, sondern seine Lage. Der Einstieg wird zu hoch, das Bad ist zwanzig Jahre alt, und niemand kann sagen, ob der Umbau eine Woche oder einen Monat dauert. Wer sich hier wiedererkennt, liest weiter.
3. Was genau du lieferst
Jetzt die Leistung, in Stichpunkten, konkret statt allgemein. Nicht fachgerechte Ausführung, sondern was drin ist: Demontage, Entsorgung, bodengleiche Dusche, Fliesenarbeiten, Anschluss, Endreinigung. Genauso wichtig: was nicht dazugehört. Klare Grenzen sparen dir später drei Telefonate.
4. Der Beweis
Hier entscheidet sich der Besuch. Der Beweis darf nichts Erfundenes sein, sondern das, was du wirklich hast:
- Fotos von echten Arbeiten, gern als Vorher und Nachher.
- Zwei bis drei Bewertungen mit Namen, die diese Leistung betreffen.
- Meisterbrief, Zertifikate, Herstellerpartnerschaften.
- Die Anzahl Jahre, die es deinen Betrieb schon gibt.
Ein Handyfoto aus dem letzten Bad schlägt jedes gekaufte Stockfoto. Achte nur darauf, dass die Bilder nicht die Seite ausbremsen, siehe Bilder fürs Web richtig skalieren und komprimieren.
Der Aufbau, zweiter Teil: bis er dich anruft
Bis hierhin weiß der Besucher, dass du die Leistung anbietest und dass du sie kannst. Der zweite Teil der Seite räumt weg, was zwischen ihm und der Anfrage steht: Unsicherheit über den Ablauf, über den Preis und über das, was er nach dem Absenden hört.
5. Der Ablauf in Schritten
Menschen fragen nicht nur, ob du es kannst, sondern was auf sie zukommt. Drei bis fünf Schritte reichen: Anruf, Termin vor Ort, Angebot innerhalb einer Woche, Ausführung nach Absprache, Abnahme. Das nimmt Unsicherheit und macht die Anfrage kleiner.
6. Preisrahmen, so ehrlich wie möglich
Der unbeliebteste Abschnitt und der wirkungsvollste. Du musst keine Festpreise nennen. Eine ehrliche Spanne mit den Faktoren, die sie beeinflussen, reicht. Wenn eine Spanne wirklich nicht geht, dann sag wenigstens, wovon der Preis abhängt und dass der Vor-Ort-Termin kostenlos ist. Wer gar nichts schreibt, bekommt vor allem Anfragen von Leuten, die den Preis vergleichen wollen, und verliert die, die ohnehin nicht zusammengepasst hätten.
7. Fragen und Antworten
Fünf bis acht echte Fragen aus deinem Alltag, kurz beantwortet. Das räumt Bedenken aus und wird gern von Suchmaschinen und KI-Antworten aufgegriffen, siehe FAQ Seiten schreiben, die KI Antworten gern aufgreifen.
8. Der Abschluss
Am Ende steht genau eine Handlung. Nicht Anrufen oder Newsletter oder Katalog anfordern. Eine. Dazu ein kurzes Formular. Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen, deshalb fragst du nur, was du zum Zurückrufen brauchst. Wie du dabei Spam draußen hältst, steht in Kontaktformular bauen, das Anfragen bringt statt Spam.
Die Fehler, die eine gute Seite ruinieren
- Zwei Ziele auf einer Seite. Termin buchen und Angebot anfordern und Newsletter. Der Besucher entscheidet sich dann für nichts.
- Der Kontakt erst ganz unten. Wiederhol die Handlungsaufforderung nach jedem größeren Abschnitt, mindestens dreimal auf der Seite.
- Text über die Firma statt über den Kunden. Ein Absatz zur Geschichte reicht, und der gehört nicht nach oben.
- Alles in einem Bild. Wenn Leistungen und Preise in einer Grafik stehen, kann sie niemand vorlesen lassen und keine Suchmaschine lesen.
- Kein Weg zurück. Verlinke von der Seite auf verwandte Leistungen und aus dem Rest der Website auf diese Seite. Warum das zählt, steht in Interne Verlinkung.
Häufige Fragen
Wie lang muss so eine Seite sein?
So lang, wie die Frage es verlangt. Für eine erklärungsbedürftige Leistung wie eine Badsanierung sind mehrere Bildschirmlängen normal. Für eine einfache Leistung wie Reifenwechsel reicht deutlich weniger. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern ob am Ende noch eine Frage offen ist, die den Anruf verhindert.
Brauche ich für jeden Ort eine eigene Landingpage?
Nur, wenn du zu jedem Ort wirklich etwas Eigenes zu sagen hast, etwa Referenzen von dort oder eine eigene Filiale. Zehn fast identische Ortsseiten mit ausgetauschtem Ortsnamen wirken beliebig und helfen niemandem.
Ist eine Landingpage nicht dasselbe wie eine Leistungsseite?
In der Praxis ja, wenn die Leistungsseite konsequent auf eine Handlung zugeschnitten ist. Der Unterschied liegt im Anspruch: Eine Landingpage ist darauf gebaut, dass jemand von der Suche direkt hier landet, ohne vorher deine Startseite gesehen zu haben. Sie muss also für sich allein funktionieren, inklusive Vertrauen, Beweis und Kontakt.
Wenn du magst, schauen wir uns deine wichtigste Leistung an und skizzieren dir den Aufbau für genau diese eine Seite, inklusive Überschriften und Fragenblock. Danach kannst du selbst texten oder wir übernehmen es.
Schreib uns, was du vorhast, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.
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