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Interne Verlinkung, damit wichtige Seiten stärker werden

01.07.2026 · Blau Creative Studio · Interne Verlinkung, SEO, Website-Struktur, Navigation

Interne Verlinkung, damit wichtige Seiten stärker werden

Deine Website hat eine Seite, mit der du dein Geld verdienst. Bei einer Werkstatt ist das die Inspektion, beim Elektriker der Notdienst, beim Restaurant die Reservierung. Und ausgerechnet diese Seite findet Google schwerer als deine Datenschutzerklärung.

Der Grund ist selten der Text. Der Grund ist, dass keine einzige andere Seite darauf verweist. Für eine Suchmaschine ist ein Link eine Empfehlung. Eine Seite, auf die niemand zeigt, wirkt unwichtig, egal wie gut sie geschrieben ist.

Interne Verlinkung ist der Teil von SEO, den du komplett selbst in der Hand hast. Keine fremde Website muss mitspielen, kein Budget ist nötig. Du entscheidest, wohin die Aufmerksamkeit fließt.

Was interne Verlinkung tatsächlich bewirkt

Drei Dinge passieren gleichzeitig, und alle drei zahlen auf dieselbe Sache ein.

Suchmaschinen finden deine Seiten. Ein Crawler hangelt sich von Link zu Link. Was nirgends verlinkt ist, außer vielleicht in der Sitemap, wird spät entdeckt und selten neu geprüft.

Wichtigkeit wird weitergereicht. Jede Seite gibt einen Teil ihrer Stärke an die Seiten weiter, auf die sie verlinkt. Deine Startseite ist fast immer die stärkste Seite. Wohin sie zeigt, ist deshalb keine Kleinigkeit.

Der Linktext erklärt das Ziel. Steht im Link Klimaanlage warten lassen, weiß die Maschine, worum es auf der Zielseite geht. Steht dort hier klicken, weiß sie nichts.

Für Besucher zählt noch etwas anderes: Sie landen über die Suche mitten in deiner Website, nicht auf der Startseite. Ohne Links im Text ist der Beitrag eine Sackgasse und der Besuch nach dreißig Sekunden vorbei.

Erst entscheiden, welche Seiten stark sein sollen

Bevor du irgendetwas verlinkst, brauchst du eine Rangfolge. Schreib deine Seiten auf und teile sie in drei Gruppen.

Interne Verlinkung, damit wichtige Seiten stärker werden
  • Geldseiten: die drei bis fünf Seiten, die zu Anfragen führen. Leistungsseiten, Kontakt, Reservierung, Terminbuchung.
  • Unterstützer: Blogbeiträge, Referenzen, FAQ, Über uns, Ortsseiten. Sie bringen Besucher herein und sollen weiterleiten.
  • Pflichtseiten: Impressum, Datenschutz, AGB. Die müssen erreichbar sein, mehr nicht.

Die Regel danach ist einfach: Unterstützer verlinken auf Geldseiten, Geldseiten verlinken untereinander sparsam, Pflichtseiten verlinken auf gar nichts.

Der häufigste Fehler in kleinen Websites

Alles zeigt auf die Startseite. Logo oben, Startseite im Menü, Startseite im Footer, im Text nochmal zurück zur Startseite. Die Startseite ist dadurch mit Abstand die stärkste Seite, und die Leistungsseiten, auf denen deine Kunden eigentlich landen sollen, hängen leer daneben.

Wo Links hingehören, und wo sie kaum etwas bringen

Nicht jeder Link zählt gleich viel. Ein Link mitten im Fließtext, umgeben von passenden Wörtern, wirkt deutlich stärker als der zwanzigste Eintrag im Footer, den jede Seite gleich mitliefert.

  1. Im Text: die beste Stelle. Dort, wo der Leser gerade an dem Punkt ist, an dem das Ziel wirklich hilft.
  2. Am Ende eines Beitrags: zwei bis drei Vorschläge, wie es weitergeht. Wirkt gut, weil der Leser hier ohnehin eine Entscheidung trifft.
  3. Im Hauptmenü: stark, aber begrenzt. Fünf bis sieben Punkte, mehr überfordert am Handy.
  4. Im Footer: praktisch für Pflichtseiten und Kontakt. Als Rankinghebel schwach.

Übertreib es nicht. Ein Absatz mit vier blauen Wörtern liest sich anstrengend und keiner der Links bekommt Aufmerksamkeit. Faustregel: ein bis drei Links je Abschnitt, und jeder muss dem Leser an dieser Stelle wirklich helfen.

Linktexte, die etwas aussagen

Der Text im Link ist deine Beschriftung. Nutz sie.

  • Schlecht: hier, mehr erfahren, weiterlesen, klicken Sie hier.
  • Besser: unsere Leistungen im Bereich Heizungswartung.
  • Gut: Heizungswartung in Mosbach, weil der Text sagt, was und wo.

Verlink nicht immer mit demselben Wortlaut. Variiere: Badsanierung, Bad umbauen lassen, barrierefreies Bad. Das wirkt natürlich und deckt mehr Suchvarianten ab. Wie du die passenden Formulierungen findest, steht in Suchbegriffe finden, nach denen Kunden wirklich suchen.

In fünf Schritten aufräumen

  1. Bestand aufnehmen. Liste alle Seiten auf und notiere zu jeder, von wo aus sie verlinkt ist. Bei kleinen Websites geht das von Hand, sonst mit einem Crawler.
  2. Waisen finden. Jede Seite ohne eingehenden Link ist ein Kandidat. Entweder du verlinkst sie sinnvoll, oder sie wird nicht gebraucht.
  3. Alte Beiträge nachrüsten. Geh deine bestehenden Blogbeiträge durch und setz von jedem mindestens einen Link auf die passende Leistungsseite.
  4. Neue Beiträge einweben. Wenn ein neuer Text erscheint, verlink ihn auch aus zwei älteren, thematisch passenden Beiträgen heraus. Sonst hängt er allein.
  5. Kaputte Links prüfen. Nach jedem Umbau zeigen Links ins Leere. Wie du die findest, steht in Tote Links finden und beheben.

Wenn du regelmäßig schreibst, wird Schritt vier zur Gewohnheit. Ein Themenlager und ein fester Takt helfen dabei, siehe Blog für kleine Betriebe.

Häufige Fragen

Wie viele interne Links sind zu viele?

Es gibt keine harte Grenze, aber ein einfacher Test hilft: Lies den Absatz laut vor. Wenn du beim Lesen selbst nicht mehr weißt, welcher Link jetzt der wichtige ist, sind es zu viele. Für einen normalen Beitrag reichen drei bis sechs interne Links im ganzen Text.

Soll ich interne Links in einem neuen Tab öffnen?

Nein. Innerhalb der eigenen Website ist das unnötig und stört besonders am Handy, weil der Zurück-Knopf plötzlich nicht mehr tut, was der Nutzer erwartet. Neue Tabs sind für externe Ziele sinnvoll, nicht für die eigenen Seiten.

Bringt das auch bei einer kleinen Website mit fünf Seiten etwas?

Weniger, aber es schadet nie. Bei fünf Seiten ist die Struktur ohnehin überschaubar. Achte dort vor allem darauf, dass jede Seite auf die Kontaktmöglichkeit führt und dass die Linktexte etwas aussagen. Richtig spürbar wird interne Verlinkung ab dem Punkt, an dem Blogbeiträge und Ortsseiten dazukommen.

Wenn du wissen willst, welche deiner Seiten aktuell zu schwach verlinkt sind, ist das in einer halben Stunde geprüft. Wir schauen uns die Struktur an und sagen dir, welche fünf Links den größten Unterschied machen. Mehr dazu, wie du die Wirkung anschließend misst, steht in Google Search Console lesen.

Schreib uns, was du vorhast, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.

Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.

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