Google Unternehmensprofil pflegen, Fotos, Beiträge, Fragen

Dein Eintrag bei Google existiert. Adresse stimmt, Telefonnummer stimmt, ein Foto vom Ladenschild ist auch drin. Hochgeladen hat es jemand vor drei Jahren.
Genau das sehen deine Kunden. Nicht bewusst, aber sie merken es. Ein Profil ohne aktuelle Fotos, ohne beantwortete Fragen und mit Öffnungszeiten, die an Feiertagen nicht stimmen, wirkt wie ein Betrieb, bei dem man lieber vorher anruft. Oder eben nicht anruft.
Dabei ist das Profil für lokale Betriebe im Neckar-Odenwald-Kreis oft die erste Berührung überhaupt. Viele Leute sehen den Eintrag, entscheiden sich und rufen an, ohne die Website je zu öffnen. Deshalb lohnt sich eine feste Routine.
Google Unternehmensprofil pflegen: warum Stillstand auffällt
Google zeigt bei jedem Eintrag, wie alt die letzten Fotos sind, ob es unbeantwortete Fragen gibt und wie du auf Bewertungen reagierst. Diese Signale liest der Mensch vor dem Bildschirm. Er vergleicht deinen Eintrag mit dem darüber und darunter.
Ein gepflegtes Profil hilft in zwei Richtungen. Es beeinflusst, ob du in der Kartenansicht überhaupt auftauchst, und es beeinflusst, ob der Anruf bei dir landet oder beim Nachbarbetrieb. Der zweite Punkt ist der wichtigere und wird meistens übersehen. Wie du überhaupt in die Karte kommst, steht in Auf Google Maps im Neckar-Odenwald-Kreis gefunden werden.
Die Basis, einmal richtig gemacht
Bevor du an Routine denkst, geh die Grundangaben einmal komplett durch. Danach fasst du sie nur noch selten an.
- Kategorie. Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung. Wähle die genaueste, nicht die breiteste. "Autolackiererei" schlägt "Autowerkstatt", wenn du lackierst.
- Name. Genau so, wie er am Gebäude steht. Keine Zusätze wie "beste Preise", das kann zur Sperrung führen.
- Adresse und Servicegebiet. Wenn du zum Kunden fährst, trag die Orte ein, in denen du wirklich arbeitest.
- Öffnungszeiten inklusive Sonderzeiten. Feiertage und Betriebsurlaub trägst du im Voraus ein, nicht am Tag davor.
- Leistungen und Produkte. Diese Felder werden fast immer leer gelassen und sind kostenlos.
- Link. Nicht pauschal die Startseite, sondern die passendste Seite, bei einem Restaurant zum Beispiel die Speisekarte.
Prüfe die Angaben gegen deine Website. Wenn Öffnungszeiten oder Telefonnummer an zwei Stellen unterschiedlich stehen, verlierst du Vertrauen und im Zweifel den Anruf. Der Beitrag Anfahrt, Öffnungszeiten und Kontakt für lokale Kunden zeigt, wie du das sauber spiegelst.
Fotos, das unterschätzte Signal
Fotos sind das, was am meisten angesehen wird, und das, was am seltensten nachgelegt wird. Dabei brauchst du keine Fotoproduktion, ein aktuelles Telefon reicht völlig.
Welche Fotos wirklich gebraucht werden
- Der Eingang, von der Straße aus. So, wie ihn jemand sieht, der zum ersten Mal kommt. Dieses Foto senkt die Hemmschwelle mehr als jedes andere.
- Die Parksituation. Wo stelle ich mich hin. Klingt banal, wird ständig gefragt.
- Der Innenraum. Werkstatt, Verkaufsraum, Behandlungszimmer, Gastraum.
- Menschen bei der Arbeit. Gesichter wirken stärker als leere Räume.
- Ergebnisse. Der fertige Möbelbau, das lackierte Auto, der gedeckte Tisch, der Blumenstrauß.
Lade lieber drei gute Bilder im Monat hoch als dreißig auf einmal. Ein gleichmäßiger Fluss wirkt lebendiger. Achte darauf, dass Jahreszeit und Zustand stimmen: Ein Sommerfoto mit blühender Terrasse hilft im Januar niemandem, der wissen will, ob geheizt ist.
Beiträge, kurz und regelmäßig
Im Profil kannst du kurze Beiträge veröffentlichen. Sie erscheinen im Eintrag und verschwinden nach einer Weile wieder. Genau deshalb eignen sie sich für alles, was ohnehin vergänglich ist.
- Ferien, Betriebsurlaub, geänderte Zeiten
- Neue Leistung, neues Gerät, neues Teammitglied
- Aktion, Tagesangebot, Saisonware im Hofladen
- Termine wie Tag der offenen Tür, Vereinsfest, Verkaufsoffener Sonntag
Halte dich kurz: zwei bis drei Sätze, ein Bild, ein klarer nächster Schritt. Wichtig ist, nicht wortwörtlich denselben Text wie auf Instagram zu nehmen. Bei Google liest jemand mit einer konkreten Absicht, meistens will er wissen, ob es sich lohnt, jetzt herzukommen.
Fragen und Antworten, der blinde Fleck
Im Profil gibt es einen Bereich, in dem jeder Fragen stellen kann. Und jeder kann sie beantworten, auch Leute, die nie bei dir waren. Falsche Antworten von Fremden stehen dann monatelang unkorrigiert im Eintrag.
Der Trick: Du darfst dort selbst Fragen stellen und selbst beantworten. Nutze das und leg die zehn Fragen an, die dir ohnehin täglich gestellt werden.
- Muss ich einen Termin vereinbaren oder kann ich vorbeikommen?
- Gibt es Parkplätze direkt am Haus?
- Kann ich mit Karte zahlen?
- Ist der Zugang barrierefrei?
- Bedient ihr auch Orte in der Umgebung?
Antworte knapp und ohne Werbesprache. Diese Antworten tauchen später auch in Suchergebnissen auf und ersparen dir Anrufe, die nur eine Information brauchen.
Die Monatsroutine in zwanzig Minuten
Setz dir einen wiederkehrenden Termin, immer am selben Tag im Monat. Zwanzig Minuten reichen, wenn du die Reihenfolge einhältst.
- Öffnungszeiten für die nächsten sechs Wochen prüfen, Feiertage eintragen
- Drei neue Fotos hochladen, direkt vom Telefon
- Einen kurzen Beitrag schreiben, zum Thema des Monats
- Neue Bewertungen beantworten, alle, auch die kurzen
- Fragenbereich prüfen, falsche Antworten korrigieren
- Einmal die Zahlen ansehen: Anrufe, Routenanfragen, Klicks zur Website
Der letzte Punkt ist die Belohnung. Du siehst dort, wie viele Leute wegen des Eintrags angerufen oder die Route gestartet haben. Das ist die ehrlichste Rückmeldung, die du zu deiner Online-Präsenz bekommst.
Häufige Fragen
Wie bekomme ich mehr Bewertungen, ohne aufdringlich zu wirken?
Frag im richtigen Moment, direkt nach dem Abschluss, wenn der Kunde zufrieden ist. Ein kurzer Satz mit einem Link oder einem QR-Code auf der Rechnung reicht. Kaufe niemals Bewertungen, das fällt auf und kann den Eintrag kosten. Mehr dazu in Echte Bewertungen aus der Region sammeln und zeigen.
Muss ich wirklich auf jede Bewertung antworten?
Ja, und zwar auf gute wie schlechte. Antworten zeigen jedem späteren Leser, wie du mit Menschen umgehst. Bei kritischen Bewertungen gilt: sachlich bleiben, keine Details zum Fall öffentlich diskutieren, ein Gesprächsangebot machen. Wie das im Wortlaut aussieht, steht in Bewertungen beantworten, auch die unangenehmen Fälle.
Reicht das Profil, oder brauche ich zusätzlich eine Website?
Das Profil holt die Leute ab, die Website überzeugt sie. Preise, Ablauf, Referenzen und ausführliche Antworten passen nicht in einen Eintrag. Beides zusammen wirkt, einzeln bleibt jeweils die Hälfte liegen.
Trag dir für nächste Woche zwanzig Minuten in den Kalender ein und arbeite die Routine einmal durch. Wenn du danach wissen willst, ob dein Eintrag und deine Website zusammenpassen: Schreib uns, was du vorhast, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.
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