Zum Inhalt springen

Startseite · Blog

Eröffnungsvideo fürs neue Geschäft: So kündigst du es an

24.10.2026 · von Bastian Blau, Blau Creative Studio · Video, Social Media, Reels, Instagram

Eröffnungsvideo fürs neue Geschäft: So kündigst du es an

Der Mietvertrag ist unterschrieben, die Theke steht, und auf deiner Liste warten noch dreißig Dinge, die vor der Eröffnung erledigt sein müssen. Das Video dazu rutscht dabei gern ganz nach unten. Am Ende wird es am Eröffnungsmorgen schnell mit dem Handy gedreht, zwischen Lieferant und Kasse, und so sieht es dann auch aus.

Dabei hat ein Eröffnungsvideo einen Vorteil, den kaum ein anderes Video hat: Ein neues Geschäft ist im Ort ohnehin Gesprächsthema. Wer vorbeigeht, will wissen, was dort einzieht, wann es losgeht und wer dahintersteht. Genau diese drei Fragen beantwortet ein gutes Eröffnungsvideo.

Videokamera mit Mikrofon und Leuchte auf einem Stativ, dahinter eine Person vor der Kamera

Hier steht, wann du drehst, was ins Video gehört, wie lang es sein darf, wann du es postest und was nach dem Eröffnungstag kommt. Als Beispiele dienen zwei Videos, die wir in Mosbach gemacht haben: das Eröffnungsvideo für MOS Kebap und das Coming-soon-Reel für Café Kaytu.

Wann du das Eröffnungsvideo drehst

Der beste Drehtag ist der, an dem dein Geschäft zum ersten Mal fertig aussieht, aber noch keine Kunden drin sind. Die Regale sind eingeräumt, die Beschilderung hängt, die Geräte laufen, und du hast noch Zeit, eine Szene zweimal aufzunehmen. Oft ist das ein bis zwei Tage vor der Eröffnung.

Das Eröffnungsvideo für die neue Filiale von MOS Kebap, einem Imbiss und Pizza-Haus in Mosbach, haben wir am Tag vor der Eröffnung im September 2026 gedreht. Der Vortag hat einen einfachen Vorteil: In der Regel ist dann alles an seinem Platz, und trotzdem ist es ruhig genug, um ohne Kundschaft im Bild zu filmen.

Zu früh drehen hat einen Haken. Halb fertige Räume, Folie auf den Geräten und Kartons in der Ecke sehen im fertigen Video nach Baustelle aus. Zu spät drehen heißt, dass das Video erst online geht, wenn die Eröffnung schon vorbei ist. Plane deshalb einen festen Termin ein und halte dir einen halben Tag Puffer frei, falls eine Lieferung fehlt oder das Schild noch nicht montiert ist.

Vorher schon ankündigen: das Coming-soon-Reel

Wer neugierig machen will, fängt nicht erst am Vortag an. Ein kurzes Coming-soon-Reel ein paar Wochen vorher kann dafür sorgen, dass über dein neues Geschäft schon gesprochen wird, bevor die Tür aufgeht.

Ein Beispiel ist Café Kaytu, ein neues Café in Mosbach, das Ende November 2026 eröffnet. Die Idee für das Reel kam von der Inhaberin selbst: runde Logo-Sticker, an verschiedenen Stellen in der Stadt aufgeklebt, als kleine Tour durch Mosbach. Am Ende hält jemand eine Zeitung mit der Zeile „Are you ready?“, danach erscheinen Logo und „Coming soon“. Das ganze Reel dauert rund 16 Sekunden. Es gab zwei Fassungen: eine schnelle Bilderserie, in der der Sticker immer in der Bildmitte sitzt, und eine, die die einzelnen Aufklebe-Szenen zeigt. Der Reiz an so einer Idee liegt darin, dass im Reel Orte auftauchen, die deine künftigen Kunden aus ihrem Alltag kennen.

Was ins Eröffnungsvideo gehört

Ein Eröffnungsvideo ist kein Imagefilm. Niemand muss die Firmengeschichte hören. Wer es sieht, will in wenigen Sekunden wissen, wo das ist, was es dort gibt und ab wann. Daraus ergibt sich eine einfache Reihenfolge, die fast immer passt:

  1. Die Außenansicht mit Schild. Die Leute sollen den Laden wiedererkennen, wenn sie das nächste Mal daran vorbeifahren.
  2. Der Raum. Ein ruhiger Gang durch den Verkaufsraum, die Küche oder die Werkstatt, damit man ein Gefühl für Größe und Stimmung bekommt.
  3. Das Angebot in Bewegung. Hände, die etwas zubereiten, einräumen, schneiden oder montieren. Ein Produkt, das nur im Regal liegt, wirkt im Video leblos.
  4. Die Menschen. Du und dein Team, kurz und ohne gestellte Reden.
  5. Datum, Uhrzeit, Adresse. Als Text im Bild und noch einmal in der Beschreibung. Viele schauen ohne Ton, also muss das Wichtigste lesbar sein.

Weglassen kannst du lange Kamerafahrten über leere Flächen, Logos, die zehn Sekunden stehen bleiben, und Dankeslisten an Handwerker und Lieferanten. Die gehören in einen eigenen Beitrag, in dem du die Betriebe auch markieren kannst.

Wer im Bild ist und was zu hören ist

Sind Mitarbeiter, Familie oder Gäste im Video gut zu erkennen, frag sie vorher, ob sie einverstanden sind, und halte das am besten schriftlich fest. Das gilt auch für Storys am Eröffnungstag, in denen einzelne Kunden zu sehen sind. Bei der Musik reicht es nicht, einfach deinen Lieblingssong unterzulegen. Nimm für ein Unternehmenskonto nur Titel, die die Plattform für die geschäftliche Nutzung freigibt, oder Musik, für die du eine Lizenz zur gewerblichen Nutzung hast. Das ist keine Rechtsberatung. Wenn du unsicher bist, frag eine Anwältin oder einen Anwalt.

Wie lang ein Eröffnungsvideo sein sollte

Es gibt nicht die eine richtige Länge, sondern zwei Formate, die sich ergänzen.

  • Die kurze Ankündigung, etwa 15 bis 20 Sekunden. Macht neugierig, verrät wenig und ist schnell vorbei. Das Coming-soon-Reel von Café Kaytu liegt mit rund 16 Sekunden genau in diesem Bereich.
  • Das eigentliche Eröffnungsvideo, bis gut eine Minute. Hier ist Platz für Raum, Angebot und Menschen. Das Video für MOS Kebap ist gut eine Minute lang und hochkant gedreht, so wie es am Handy angeschaut wird.

Entscheidend sind die ersten zwei, drei Sekunden. Fang deshalb nicht mit dem Logo an, sondern mit dem stärksten Bild: der vollen Theke, dem ersten Kaffee, der Tür, die aufgeschlossen wird. Und dreh grundsätzlich hochkant, denn quer aufgenommene Videos werden auf Instagram und Co. klein und mit Rand angezeigt.

Wann du das Eröffnungsvideo postest

Ein einzelner Beitrag am Eröffnungstag geht schnell unter. Besser ist eine kleine Abfolge, die sich über einige Wochen zieht:

  1. Zwei bis vier Wochen vorher: das Coming-soon-Reel. Noch ohne alle Details, aber mit Logo und dem Hinweis, dass bald etwas aufmacht.
  2. Etwa eine Woche vorher: Datum und Uhrzeit, gern mit einem Foto oder kurzen Video vom Einrichten.
  3. Am Vorabend oder am Morgen der Eröffnung: das eigentliche Eröffnungsvideo. Dann sehen es die Leute, solange sie noch hingehen können.
  4. Am Eröffnungstag selbst: Storys aus dem laufenden Betrieb, die erste Schlange, der erste Kunde, das volle Lokal.
  5. In den Tagen danach: das Eröffnungsvideo noch einmal teilen, zum Beispiel in der Story, mit dem Hinweis auf die Öffnungszeiten.

Wie du Storys nutzt, um gerade in solchen Tagen Leute in den Laden zu holen, steht ausführlich in Storys nutzen, um Termine und Aktionen zu füllen. Zeig das Video außerdem auf deiner Website, falls du schon eine hast, und in deinem Google-Unternehmensprofil. Dort nimmt Google nur kurze Videos an, lade also eine gekürzte Fassung hoch.

Was nach der Eröffnung kommt

Ein typischer Fehler passiert erst nach der Eröffnung: Das Profil wird still. Drei Wochen lang war viel los, dann kommt der Alltag, und die Neugier, die du aufgebaut hast, verpufft. Dabei ist genau jetzt der Moment, in dem die Leute entscheiden, ob sie wiederkommen.

Lass den Faden nicht abreißen, zum Beispiel mit Beiträgen, die sich fast von selbst ergeben:

  • die erste Woche im Rückblick, mit Bildern vom vollen Laden
  • das Team einzeln vorgestellt, jeweils mit einem kurzen Satz
  • ein Blick hinter die Kulissen, zum Beispiel wie früh morgens vorbereitet wird
  • Rückmeldungen von Kunden, aber nur mit deren Einverständnis
  • Ausschnitte aus dem Eröffnungsvideo, die du einzeln noch einmal postest

Gerade der letzte Punkt wird oft übersehen. Aus einem Drehtag entsteht mehr Material, als in ein einzelnes Video passt. Wo du danach laufend neue Themen herbekommst, zeigt Content-Ideen aus dem eigenen Arbeitsalltag sammeln.

Wenn du das Eröffnungsvideo nicht selbst drehen willst, übernehmen wir das. Wir drehen Social-Media-Videos und Reels vor Ort beim Kunden im Umkreis von 40 Kilometern um Obrigheim und schneiden sie fertig. Der Ablauf: ein kurzes Gespräch, danach ein Fixpreis, dann der Drehtag bei dir im Geschäft und der Schnitt mit Vorschau, bevor etwas online geht. Auf Wunsch kümmern wir uns auch ums Posten und die Betreuung danach. Mehr dazu steht auf der Seite zum Videodreh vor Ort. Für Betriebe in und um Mosbach gibt es eine eigene Seite zum Videodreh in Mosbach. Das Eröffnungsvideo für MOS Kebap und das Coming-soon-Reel für Café Kaytu siehst du bei unseren Video-Referenzen.

Häufige Fragen

Wie lange vor der Eröffnung sollte ich das Video drehen?

Am besten ein bis zwei Tage vorher, wenn alles eingeräumt ist, aber noch keine Kunden da sind. Dann sieht der Laden fertig aus, und bis zur Eröffnung bleibt noch Zeit für den Schnitt.

Kann ich das Eröffnungsvideo selbst mit dem Handy drehen?

Ja, wenn du ein paar Grundregeln beachtest: hochkant, Licht von vorn, kurze Aufnahmen statt langer Schwenks. Die wichtigsten Handgriffe stehen in Reels mit dem Handy drehen, ohne Technikstress und Kurs. Schwierig wird es eher zeitlich, denn kurz vor der Eröffnung hast du meistens anderes im Kopf als Kamera und Schnitt. Was für das Selbermachen spricht und was dagegen, steht in Reels selbst drehen oder drehen lassen? Eine ehrliche Abwägung.

Was mache ich, wenn am Drehtag noch nicht alles fertig ist?

Dreh, was schon steht, und lass den Rest aus dem Bild. Nahaufnahmen von Produkten, Händen und Details funktionieren auch dann, wenn im Hintergrund noch Kartons stehen. Die Außenansicht mit dem fertigen Schild kannst du notfalls am Eröffnungsmorgen nachholen und kurz vor dem Posten einfügen.

Wenn du gerade eine Eröffnung planst und das Video dazu nicht erst in letzter Minute drehen willst, schreib uns, wann es losgeht, dann besprechen wir kurz, was zu deinem Geschäft passt.

Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.

Projekt anfragen