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Coming-soon-Reel: Spannung aufbauen, bevor du eröffnest

24.10.2026 · von Bastian Blau, Blau Creative Studio · Video, Social Media, Reels, Instagram

Coming-soon-Reel: Spannung aufbauen, bevor du eröffnest

In ein paar Wochen machst du auf. Die Einrichtung steht halb, die Maschinen sind bestellt, und draußen läuft jeden Tag jemand am abgeklebten Schaufenster vorbei und fragt sich, was hier wohl einzieht. Genau diese Frage ist das Wertvollste, was du vor einer Eröffnung hast.

Ein Coming-soon-Video greift diese Neugier auf und bringt sie dorthin, wo die Leute ohnehin jeden Tag hinschauen: aufs Handy. Wer vorher drei, vier kurze Clips gesehen hat, kennt deinen Laden schon ein bisschen, bevor er zum ersten Mal hereinkommt. Hier liest du, welche Teaser funktionieren, wie du die Clips zeitlich verteilst und wie wir das für ein neues Café in Mosbach umgesetzt haben.

Analoge Kamera mit Objektiv und Kleinbildfilm vor dunklem Hintergrund

Was ein Coming-soon-Video leisten soll

Ein Teaser verkauft noch nichts. Er hat drei kleinere Aufgaben, und wenn er die erfüllt, reicht das völlig.

  • Wiedererkennen. Logo, Farben und Name tauchen so oft auf, dass die Leute sie am Eröffnungstag sofort zuordnen können.
  • Neugier halten. Du zeigst bewusst nicht alles. Ein Ausschnitt der Theke, ein Geräusch aus der Küche, eine Hand, die etwas aufbaut.
  • Ein Datum verankern. Spätestens in den letzten Clips steht klar, wann und wo es losgeht. Ohne Termin weiß am Ende niemand, wann er vorbeikommen soll.

Was ein Teaser nicht braucht: lange Erklärungen, eine Liste aller Angebote oder einen Sprecher, der deinen Betrieb vorstellt. Das alles kommt später, wenn geöffnet ist. Vor der Eröffnung gewinnt das Video, das Fragen offenlässt.

Ideen für Teaser, die nach deinem Betrieb aussehen

Die besten Ideen haben mit deinem Laden zu tun und nicht mit einem Trend, den gerade alle nachdrehen. Ein paar Ansätze, die sich für Cafés, Imbisse, Geschäfte und Werkstätten eignen:

  • Der Umbau im Zeitraffer. Jeden Tag eine kurze Aufnahme vom selben Punkt aus, mit demselben Bildausschnitt. Nach zwei Wochen hast du einen Clip, in dem aus dem leeren Raum dein Laden wird.
  • Details statt Gesamtansicht. Die neue Fliese, das Schild noch in der Folie, die erste Tasse aus der Maschine. Den ganzen Raum zeigst du erst am Eröffnungstag.
  • Das Logo unterwegs. Dein Zeichen taucht an Orten auf, die jeder in der Stadt kennt. Wer die Ecke erkennt, schaut genauer hin.
  • Die Menschen dahinter. Wer steht künftig hinter der Theke oder in der Werkstatt? Ein kurzer Blick in die Kamera, ein Lächeln, noch keine Vorstellung.
  • Der Countdown. Eine Zahl pro Clip, jedes Mal an einer anderen Stelle im Laden. Das ist schlicht, aber jeder Clip verweist auf den nächsten.

Wenn du unsicher bist, wie du solche Aufnahmen selbst hinbekommst, hilft der Beitrag Reels mit dem Handy drehen, ohne Technikstress und Kurs. Was dort zu Licht, Hochformat und kurzen Aufnahmen steht, gilt für Teaser genauso.

Beispiel: die Sticker-Tour für das Café Kaytu in Mosbach

Das Café Kaytu ist ein neues Café in Mosbach und eröffnet Ende November 2026. Für die Zeit vor der Eröffnung haben wir ein Coming-soon-Reel umgesetzt. Die Idee kam von der Inhaberin selbst: runde Sticker mit dem Logo an verschiedenen Stellen in der Stadt.

Daraus wurde eine Sticker-Tour durch Mosbach: Das Logo taucht an einer Stelle nach der anderen auf. Am Ende hält jemand eine Zeitung mit „Are you ready?“, danach erscheinen das Logo und „Coming soon“. Das Reel dauert rund 16 Sekunden.

Zwei Fassungen aus einer Idee

Es gab zwei Fassungen. Die erste ist eine schnelle Bilderserie, in der der Sticker immer in der Bildmitte sitzt, während die Umgebung von Bild zu Bild wechselt. Die zweite zeigt die einzelnen Szenen, in denen der Sticker aufgeklebt wird. Die erste ist schneller, die zweite erzählt mehr.

Für deine eigene Planung kannst du daraus mitnehmen: Denk bei einem Teaser gleich an zwei Fassungen. Eine schnelle für den ersten Eindruck, eine erzählende für den zweiten Blick ein paar Tage später. Wenn du beim Dreh beides einplanst, die kurzen Einzelbilder und die längeren Szenen, bekommst du zwei Beiträge aus einem Drehtag.

Die Sticker-Tour findest du zusammen mit unseren anderen Videos bei den Video-Referenzen auf der Startseite.

Zeitplan: welche Clips in welcher Woche

Fängst du zu früh an, verpufft die Spannung, bevor überhaupt etwas passiert. Fängst du zu spät an, steht der Termin vor der Tür, bevor jemand davon weiß. Für einen kleinen Betrieb sind drei bis vier Wochen Vorlauf ein guter Rahmen.

  1. Vier Wochen vorher: das erste Zeichen. Ein kurzer Clip mit Logo oder Schild, noch ohne Datum. Die einzige Botschaft ist, dass hier etwas entsteht.
  2. Drei Wochen vorher: Einblicke. Umbau, Details, erste Handgriffe. Ein bis zwei Clips pro Woche reichen.
  3. Zwei Wochen vorher: das Hauptreel. Hierhin gehört der aufwendigste Teaser, zum Beispiel eine Tour wie die für das Café Kaytu. Steht der Termin fest, nennst du ihn im Text darunter oder in der folgenden Story.
  4. Letzte Woche: Countdown und Menschen. Kurze Storys mit den Tagen bis zur Eröffnung, das Team, die letzten Handgriffe. Wie du Storys für so etwas nutzt, steht in Storys nutzen, um Termine und Aktionen zu füllen.
  5. Eröffnungstag: das Ergebnis. Jetzt darfst du alles zeigen. Ein Eröffnungsvideo zeigt den fertigen Laden, die Menschen und das Angebot. Was hineingehört, steht in Eröffnungsvideo fürs neue Geschäft: So kündigst du es an.

Für MOS Kebap, Imbiss und Pizza-Haus in Mosbach, haben wir das Eröffnungsvideo für die neue Filiale am Tag vor der Eröffnung im September 2026 gedreht, hochkant und gut eine Minute lang. Der Vortag ist für so einen Dreh oft ein guter Zeitpunkt: In der Regel ist dann alles eingerichtet, aber noch keine Kundschaft da, und du kannst in Ruhe filmen.

Damit die Clips im Eröffnungsstress nicht untergehen, leg vorher fest, welcher Clip an welchem Tag erscheint und wer ihn hochlädt. Wie du so einen Plan schlank hältst, steht in Redaktionsplan, der auch in stressigen Wochen hält.

Was du vor dem Posten klären solltest

Drei Punkte gehen vor einer Eröffnung leicht unter. Wer erkennbar im Bild ist, ob Mitarbeiterin, Familienmitglied oder jemand von der Straße, sollte vorher zugestimmt haben, bei deinem Team am besten schriftlich. Musik nimmst du für ein Unternehmenskonto aus dem Bereich, den die Plattform für die gewerbliche Nutzung freigibt, oder aus einer Quelle, deren Lizenz Werbung ausdrücklich erlaubt. Und soll dein Logo in der Stadt auftauchen, kläre vorher, wo du kleben oder aufstellen darfst: An Hauswänden, Schildern oder Laternen brauchst du die Zustimmung dessen, dem sie gehören, im öffentlichen Raum also oft der Stadt. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du eine Anwältin oder einen Anwalt.

Selbst drehen oder drehen lassen

Viele Teaser kannst du mit dem Handy selbst aufnehmen, gerade die kleinen Einblicke aus dem Umbau. Beim Hauptreel und beim Eröffnungsvideo lohnt sich oft Unterstützung von außen, weil du in den Wochen vor der Eröffnung ohnehin mehr als genug zu tun hast. Wie du das für deinen Betrieb abwägst, steht in Reels selbst drehen oder drehen lassen? Eine ehrliche Abwägung.

Wir drehen Social-Media-Videos und Reels vor Ort bei dir, im Umkreis von 40 Kilometern um Obrigheim, also auch in Mosbach und Umgebung. So läuft es ab: ein kurzes Gespräch über deine Idee, danach ein Fixpreis, ein Drehtag vor Ort und der Schnitt mit Vorschau. Auf Wunsch übernehmen wir auch das Posten und die Betreuung deines Kanals. Alles zum Videodreh findest du unter Social-Media-Videos vor Ort.

Plane den Drehtermin früh ein. Soll das Hauptreel zwei Wochen vor der Eröffnung erscheinen, muss es bis dahin gedreht und geschnitten sein.

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Coming-soon-Video sein?

Kurz. Ein Teaser darf unter 20 Sekunden bleiben, die Sticker-Tour für das Café Kaytu kommt mit rund 16 Sekunden aus. Je kürzer der Clip, desto eher schauen die Leute ihn bis zum Ende.

Muss ich im Teaser schon das Datum nennen?

Nicht im ersten Clip. Am Anfang reicht das Zeichen, dass etwas kommt. Sobald der Termin feststeht, gehören Datum und Ort klar sichtbar dazu, spätestens in der letzten Woche vor der Eröffnung. Sonst wissen die Leute zwar, dass etwas kommt, aber nicht, wann sie vorbeischauen sollen.

Was mache ich, wenn sich die Eröffnung verschiebt?

Nenne das Datum erst, wenn es wirklich feststeht. Bis dahin funktionieren Teaser auch ohne Termin, ein „Coming soon“ hält die Neugier wach, ohne dich festzulegen. Verschiebt sich trotzdem etwas, sag es offen in einer Story und nenne den neuen Termin, sobald er sicher ist.

Du planst eine Eröffnung und willst die Wochen davor nutzen? Erzähl uns von deinem Vorhaben, dann besprechen wir, welche Teaser zu deinem Betrieb passen.

Du willst das für deinen Betrieb umsetzen? Erzähl uns kurz, was du vorhast.

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