Billigheim, Schefflenz und Limbach auf einer Website

Dein Betrieb sitzt in Billigheim, deine Kunden kommen aber genauso aus Schefflenz, aus Limbach und aus den Ortsteilen dazwischen. Auf der Website steht trotzdem nur ein Ort, meist der vom Briefkopf. Für alle anderen sieht es aus, als wärst du nicht zuständig.
Der übliche Reflex ist, für jeden Ort eine eigene Unterseite anzulegen und den Text jeweils leicht umzuschreiben. Das Ergebnis sieht dann so aus: drei Seiten, die fast identisch klingen, keine davon überzeugend, und niemand pflegt sie je wieder.
Es geht auch anders, mit weniger Text und mehr Wirkung.
Mehrere Orte auf der Website abbilden, ohne Textwüsten zu bauen
Die entscheidende Frage lautet nicht „wie viele Ortsseiten baue ich“, sondern „was ist an diesem Ort tatsächlich anders“. Wenn du für Schefflenz genau dasselbe machst wie für Billigheim, zu denselben Zeiten, zum selben Ablauf, dann braucht es keine zweite Seite. Dann braucht es eine Seite, die beide Orte selbstverständlich erwähnt.
Eigene Seiten lohnen sich erst, wenn es echten eigenen Inhalt gibt: eine zweite Adresse, andere Öffnungszeiten, ein anderes Team, andere Leistungen, eigene Referenzen aus diesem Ort. Alles darunter ist Doppelarbeit, die dir langfristig sogar schadet, weil Suchmaschinen nahezu identische Seiten gegeneinander ausspielen.
Die Ein-Seiten-Lösung für Nachbarorte
Für die meisten kleinen Betriebe reicht ein sauber gebautes Gerüst aus Startseite, Leistungsseiten und einer Kontaktseite, in dem die Orte an den richtigen Stellen vorkommen.
Wo die Ortsnamen wirklich hingehören
- In den Seitentitel der Startseite, zusammen mit deiner Hauptleistung.
- In den ersten Absatz der Startseite, in einem normalen Satz.
- In die Referenzen: „Bad in Schefflenz“, „Carport in Limbach“. Das ist der stärkste Ortsbezug überhaupt, weil er belegbar ist.
- In den Abschnitt zur Anfahrt, wo du dein Einzugsgebiet in einem Satz beschreibst.
Wann sich eigene Ortsseiten wirklich lohnen
Wenn du an einem zweiten Ort eine feste Adresse hast, wenn dort andere Leute arbeiten oder wenn du dort eine Leistung anbietest, die es am Hauptsitz nicht gibt. Dann hat die Seite eigenen Inhalt und verdient einen eigenen Platz. Wie du das sauber aufbaust, steht in Mehrere Standorte im Landkreis ohne doppelte Inhalte.
Was auf einer Ortsseite stehen muss, damit sie kein Duplikat ist
Wenn du dich für eigene Seiten entscheidest, dann bau sie richtig. Eine Ortsseite ist erst dann eine, wenn ein Mensch aus dem Ort beim Lesen merkt: Das ist für mich geschrieben.
- Ein konkretes Projekt aus dem Ort mit Foto und zwei Sätzen dazu, was zu tun war.
- Der reale Anfahrtsweg: von wo kommt man, wie lange dauert es ungefähr, wo hältst du.
- Eine Besonderheit vor Ort: Altbaubestand, Hanglagen, Neubaugebiete, Vereinsleben. Was auch immer für deine Arbeit eine Rolle spielt.
- Ein Ansprechpartner mit Namen, wenn es für den Ort einen gibt.
- Bewertungen von Kunden aus genau diesem Ort, wenn du welche hast.
Wenn du zu einem Ort keine drei dieser fünf Punkte füllen kannst, lass die Seite weg. Ein guter Absatz auf der Startseite bringt dir mehr als eine leere Ortsseite.
Der Fehler mit dem Ortsnamen-Teppich
Im Fußbereich vieler Websites stehen zwanzig Ortsnamen hintereinander, durch Kommas getrennt. Das war vor vielen Jahren ein Trick, heute ist es ein Warnsignal. Es hilft dir nicht bei Suchmaschinen und es sieht für Kunden nach Verzweiflung aus.
Besser ist ein einziger ehrlicher Satz: In welchem Gebiet arbeitest du, und wo hört es auf. Wer über diese Grenze hinaus etwas will, ruft trotzdem an, wenn der Auftrag groß genug ist. Alle anderen sparen sich und dir einen unnötigen Anruf.
Interne Verlinkung, damit die Orte sich gegenseitig tragen
Seiten, die niemand verlinkt, sind für Suchmaschinen praktisch nicht vorhanden. Wenn du Ortsseiten baust, müssen sie aus dem normalen Seitenaufbau erreichbar sein: aus der Navigation, aus den Leistungsseiten, aus passenden Referenzen.
Umgekehrt verlinkt jede Ortsseite zurück auf die Leistung, um die es geht, und auf die Kontaktseite. So entsteht ein Netz statt einer Sammlung von Sackgassen. Die Grundregeln dazu stehen in Interne Verlinkung, damit wichtige Seiten stärker werden.
So prüfst du nach ein paar Wochen, ob es wirkt
Miss nicht am Bauchgefühl. Zwei Dinge reichen: Frag bei neuen Anfragen kurz, wie man auf dich gekommen ist, und schau in der Google Search Console nach, für welche Suchbegriffe deine Seiten angezeigt werden.
Tauchen die Nachbarorte dort nach einigen Wochen gar nicht auf, fehlt der Bezug im Text oder die Seite ist zu dünn. Tauchen sie auf, klickt aber niemand, stimmt eher der Seitentitel nicht. Das sind zwei völlig verschiedene Baustellen, und du erkennst sie nur, wenn du hinsiehst.
Häufige Fragen
Wie viele Ortsseiten sind zu viele?
Es gibt keine feste Zahl, aber eine einfache Regel: Baue nur so viele, wie du mit echtem, eigenem Inhalt füllen und dauerhaft aktuell halten kannst. Drei gute Seiten schlagen zwölf halbe.
Schadet es, wenn zwei Seiten sehr ähnlich sind?
Es hilft jedenfalls nicht. Suchmaschinen wählen dann selbst aus, welche Seite sie zeigen, und häufig ist es nicht die, die du meinst. Für Besucher wirkt es zudem lieblos, wenn nur der Ortsname ausgetauscht wurde.
Was ist mit Ortsteilen, die kaum jemand kennt?
Die gehören in den Fließtext, nicht auf eigene Seiten. Wenn du eine Referenz aus einem kleinen Ortsteil hast, nenn ihn dort. Genau solche Erwähnungen bringen dir die Anfragen von Leuten, die aus dem gleichen Weiler kommen.
Wenn du gerade überlegst, ob du drei Seiten baust oder eine gute, ist die Antwort in den meisten Fällen: erst eine gute, dann sehen, was fehlt. Wie das für zwei eng benachbarte Orte aussieht, zeigt Elztal und Dallau, so findet dich die Nachbarschaft online.
Schreib uns, was du vorhast, wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.
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